Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Sendschreiben der Direktion des neuen Tempel-Vereins in Hamburg, an die Mitglieder desselben
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 4)
- Language
- German
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Zweck. Immer mehr und mehr dem -sinn- und herzlosen Treiben der meisten Israeliten, in Angelegcnheitcn der Religion entgegen zu arbeiten; jenen schwankenden Anfickten, die Jeder sich bisher nach seiner Individualität und Bequemlichkeit modelte, eine bestimmtere und festere Norm entgegen zu setzen, auf daß sich immer edler und reiner gestalte, was ursprünglich aus reinster Quelle floß: Ist stin Streben. Weit entfernt von jener beschaulichen - Religiosität, die sich nur im starren, mystischen Hinbrüten über das Unerfaßliche gefallt, ohne schaffend für die Geftllsckast zu wirken, soll unser Acrein eine Pflanzschule für wahre Frömmigkeit, Sittlichkeit und Dürgertugend bilden, die unfern Kindern dereinst ein besseres Loos verspricht, als das bisherige einseitige und fruchtlose Ringen um oft kleinliche Außenverhaltnisse zu erreichen vermochte. — Jede gottesdienstliche Handlung erinnere daher an den Bund, den wir aus dem heiligsten Antriebe, erneuert schlossen; bezeichne Ehrfurcht für den Zweck, den er bcabsichngt; sei eine wiederholte.Anerkennung der Grundgcsctze, die Männer mit männlicher Ueberlegung freiwillig Unterzeichneten.-- Die Direktion würde sich׳ an. ihren Pflichten gegen die heiligste Angelegenheit des menschlichen. Herzens schwer versündigen, wenn sie langer den Unbill gestattete, mit welchem mehrere Mitglieder des Tempels Vereins׳, bei Gelegenheit mancher religiösen Handlungen,, in den Einrichtungen des neuen Tempels nicht die Weihe zu finden darthaten, welche sie von-ihm, als einer, jede ■■■ israelitisch - religiöse Beziehung vollständig umfassenden Anstalt, zu erwarten berechtigt sind. Unmöglich können diese Mitglieder des neuen Tempelvereins die Folgen eines