Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über den Ursprung des Geldes
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 193 (sequence 3)
- Language
- German
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193 tic Ursache zu sein, warum man Anfangs die Bilder der Öchftn, Schweine,. Schaaft und. andere Thiere auf die Münzen prägte; indem "man für eure Münze, auf welche ein Ochse, Schaaf oder Schwein geprägt war, ein solches Thier kaufen konnte. T u l l i u s S c r v i u s, der sechste unter den Königen des alten Roms, war der Erste, der das geprägte Gold in Rom cinführtc, und die Münze, die Anfangs Vorzuglich ein Preis für das Vieh war, war mit der Figur eines Rindes bezeichnet, und wurde deshalb Pecunia genannt. Ehe man auf die.Prägung des Geldes siel, suchte man im Handel dem Betrüge und der Unbequemlichkeit, überall Gewichte und Strcichsteinc zur Prüfung der Metalle mit sich zu führen, dadurch auszuwcichen, daß die Kaufleute Gold und Silber in dünne Platten schlagen, und nicht allein das Gewicht und den Werth dcS MetaUS, sondern auch ihre Namen׳ daraus setzen ließen. ׳ In den Mittlern Zeiten zogen die Priester dasMünzrecht an sich, bis cs sich die Regenten zueignetcn, welche, um andere von der Nichtigkeit des Gewichts und des inncrn Gehaltes der Münzen zu überzeugen, aus die eine Seite ihr Bildnißaus die andere Seite ihr Wappen prägen ließen. Da, schon vor Bearbeitung des Eisens, die Bearbcitung des Kupfers als des geschmcidigern und biegsamern Metalls bekannt gewesen ist, so vcrmuthet man, daß die ersten Münzen sind aus Kupfer geprägt worden. Lykurg, der weise Gesetzgeber der Lacedamonier, gebrauchte den politischen Kunstgriff, so schwere und grobe V. Aahrg. 2. Band.!4