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Sulamith · 1817-01-01 · Heft 2 · p. Seite 188

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
5 (1817-1820)
Issue
Heft 2
Article
Bilder und Gleichnisse
Date
1817-01-01
Page
Seite 188 (sequence 8)
Language
German
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Und in lieblichen Tenen begann Scrah, die Sangcrin: .Joseph ist ein grünes Grünes Reis am Silberguell, Ist Jcschuruns Stelz und Preis Lieblich glänzend, sonnenhell. Ost bedrohte seine Brust Giftiges Geschoß und Pfeil; Doch er Hieb Jehovah's Lust,' Aufbcwahrt zu seltnem Heil. Wird im Gottesschilde zwiefach glanzen, Llnd sein Haupr wird Israel bekränzen. Woher dir dicß, meine Tochter? rief der Greis mit bebender Stimme, woher weißt du cs, daß Joseph, der Sohn meiner geliebten Rahel, noch am Leben sei? ־ Mir hat's ein Enge! offenbaret im nächtlichen Traumgesicht, sprach Jacobs Enkelin. Er aber erwiederte: Ach, dein Inneres hat dir diese Gestalt vorgespiegelt! Wurde doch mir kein freundlich Gesicht, so lange mir fehlet der Sohn, und mit ihm die Heiterkeit des Gemüths. Ach! du tauschest mich und dich! Und der Greis hatte noch kaum das Wort geredet, als die Tritte naheten seiner Söhne, und am Halse des Darers hing Benjamin, der Sohn seines Alters, und rief freudigen Rufes! Er lebt! Joseph lebt! er harret Dein, des lang Entbehrten! Er leor und beherrscht Egypten! Aber gar zu wunderbar klang ihm die Mähr, und er weigerte sich, sie zu glauben. Doch siehe , da traten auch die übrigen Brüder in die Hütte, und Nuben und Jehuda umhalsten den Water und weinten an seinem- Busen, und statt der Worte führten sie ihn sanft aus

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