Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bilder und Gleichnisse
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 186 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2304627-2304637-2304639-2308415--05486-2308752- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
!86 “- sollen wir c§ dem Vater verkünden, daß Joseph, der Liebling seines Herzen?, noch lebt und Egyptcn beherrscht? Lange schon ist dem gebeugten Vater keine Freude worden, und wie leicht könnte ihn die glückliche Botschaft erschüttern und tödten? Also der bedächtige Sohn. Und keiner der Brüder wußte zu rathcn, wie dem harrenden Vater bcizubringen sei die sröhliche Kunde. Und sinnend gingen sie des Weges, und kamen an in dem blühenden Gefilden von Sichcm, allwo der Greis aufgcschlagcn feine Hüitc, neben dem Altar, den er gebaut und benannt: ״Der Ewige ist der Gott Israels." Und Gad, der Brüder einer, begann und sprach: Wollt, ihr meinen Rath vernehmen,. wie dem der Freude schon entwöhnten Watcrhcrzcn der Wonnen größte bcizubringen sei, ohne cs zu tödten? . Und durstiger Seele lauschten die Brüder. Und Gad sprach: Ürn den frommen Greis befindet sich öfters Assars, unscrs Bruders, einzige Tochter״ S er ah. Sie ist der Harfe kundig und der Either und des Gesanges göttlicher Kunst, womit sie jeglichen Tag das Hallclujah begleitet, das unser Later zum Throne Gottes sendet, so oft der Morgen sich erneuet. Das Mägdlein ist weise und hold, und wir dürfen es ihr überlassen, sanft und bedächtig vorzubcrcitcn den bekümmerten Greis. : Und Serah, Assars liebliche Tochter,' nahete, in der Hand die Cither, und gleich der Lilie zu Saron, gleich