Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bilder und Gleichnisse
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 184 (sequence 4)
- Language
- German
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384 - väterlich crf^cinc. Wir müssen rein und schuldlos werden gleich den Kindern, run vom Vater selbst die freudige Einladung zu erhalten, einzugehcn in sein Reich und — denn gereift verlaßt keiner der Sterblichen die Erde — von seiner Hand die weitere Pflege zu erhaltcn. Darum laßt uns in unserer Handlungsweise den Kindern naher kommen, und wir kommen naher — "dem Bat er.'׳im Himmel. — Der unbestimmte Lohn. Der weise Gamliel unterrichtete einst seine Schüler über die verschiedenartigen Pflichten, deren pünktliche ErfuUifng einem jeden Menschen obliege. Und die jüngsten unter ihnen, die noch nicht auf einer solchen Höhe standen, die Tugend ihrer selbst wegen auszuüben, sondern außer dem seligen Lohne, den sie so reichlich in sich selbst tragt, noch auf einen äußern zu rechnen gewohnt waren, fragten den Lehrer, wie folgt: Rabbuni, sag^uns. doch, warum Gott den Menschen nicht offenbart Habe,-welches der Lohn eines jeglichen guten Werkes sein werde? Und der weise Gamliel erwiederte, wie folgt: Ich will euch auch diese Frage, wie ich es schon bei so vielen getyan, durch ein Eleichniß zu beantworten suchen. Die Jünger lauschten und der Lehrer begann: Im Morgenlande lebte ein König, der damit umging, neben seinem Pallaste einen schönen und herrlichen Garten anzulegen, reich an Blumen und Baumen mancherlei Art. Er lud die Arbeiter dazu ein, ohne die geringste Bedingung fesizusetzen. Er ließ einem jeden frei , mit welchem