Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bilder und Gleichnisse
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 183 (sequence 3)
- Language
- German
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das Ansehn — Uria's-, den ich dem Verderben Preis gegeben.-— Der Herr ließ mich zwar genesen: aber selten noch hat mich jenes Schreckbild verlassen. Und als der Lieb- 1mg meines Herzens erkrankte, da meinte ich und dachte: Wenn dem zarten Kindlcin jene fürchterliche Gestalt erscheinen sollte, ach, welche Qualen müßte es dulden, und sterben würde cs eines siebenfachen Todes! Aber siche, in der Nacht rief mich der holce Knabe und sprach : Vatcr, ich werde sterben!'Woher weißt du das, mein Sohn? also fragte ich ihn. Und er sprach: Tcr Tod ist mir erschienen an meinem Lager. Wie ist sein Ansehn und seine Gestalt? fragte ich ängstlich den Knaben. Und mit hei- Lerer Miene crwicderte der Knabe: Er gleichet einem liebendcn Later, Dir gleichet er,'wenn du zur Lehre rufst .dein Söhnlein und mit zartem Saitenspicle sein- Ohr und sein Her; entzückestich gehe, .Water, \$j folge deinem Rufe! Also sprach der holde Knabe und verschied, und sein Antlitz lächelte im Todesschlümmer. Da stand ich auf, aß und trank und war heitern Gemürhs, denn ich sprach: er .ist zum Batet'heimaerchrt, der wird sich seiner wohl annehmen und. den . holden Sproßlmg väterlich erziehen. Ich spracht und war getröstet.— Und die Vertrauten des Königs wünschten i'.nun auch .die Lehre zu vernehmen, die ihrem Herrn an dem. Lager des früh Heimgegangenen Sohnes geworden.. Und der König begann also: Am Lager des Frühverklärten ist mir die ernste Lehre geworden, wie wir unser Leben.emzurichten habenp. daß auch in? 6 der Engcl der letzten Stunde als ein Iicbjcnter Vater