Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bilder und Gleichnisse
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 2)
- Language
- German
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der kundigen Acrztc.?lbcr der Knabe wurde immer kranker und der Vater weinte gar sehr, denn der Knabe war der Liebling seiner Sccle; und cs war vom Herrn beschlossen, daß das Söhnlcin des Todes sterben sollte-— und cs starb. Und der König stand aus, wusch und salbte sich, aß und trank und von seinem Antlitze war die Trauer gewichen. Darüber wunderten sich seine Diener und konnlen sich nicht enthalten, dem Könige, ihrem Herrn, ihre Verwunderung mitzuthcilen. Er aber antwortete und sprach:- An dem Krankenlager meines Sohnes habe ich Trost und Belehrung eingcsammelt. Laß auch 11116 die Worte des Trostes und der Delehrung wissen, aus daß sie in des Lebens verhangnißvollen Stunden auch unser Herz erweitern und ausrich-' ten mögen. Also sprachen die Diener des Königs. Und der König erwiederte, wie folgt: Ihr wißt,, daß ich vor einigen Monden hart darnieder lag und die Aerzte sprachen: Für ihn ist kerne Hülfe mehr, er wird sterben. Und der Tod erschien mir an meinem Krankenlager. Sein Gewand war purpurroth, vom Blute gefärbt; aus seinen Blicken sprüheten Fcuerflammen, die mich zu verzehren drohetcn; in. seiner Hand hielt er ein vielschncidig Schwert, größer noch denn das Schwert des Niesen Goliath. Noch war sein Angesicht in einen dichten und schwarzen Schleier gehüllet, durch welchen nichts als die gluthlodernden Augen drangen; aber jetzt nahm er den Schleier vom Gesichte, und sein Ansehn war wie