Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Literarische Notiz
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 3)
- Language
- German
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H? ,!jid), nichiv weniger als glücklich; mir scheut sie umgcar- |:i]tcirct (Kuh-, Gedichte, D. 2, S, 161,) gar sehr ^verloren zu haben. Kuh ward in altern Jahren wahnj'l] sinnig, und nie wieder ganz hcrgcstcllt. Es ist mcrkwür-;diz, daß er nach Versicherung seines Biographen, gerade fistine besten Gedichte in einem' Mittelzusiande zwischen El Wahnsinn und Vernunft schrieb. Wmn er ganz außer 1;| Stand war, vernünftig und zusammenhängend zu.sprechen, .!heißt cs in der Biographie, konnte er doch vernünftig V denken und schreiben. Er verfertigte fast bloß Sinngedichte, und scheint in sich Beruf zur Dichtkunst verspürt ju haben, wenn man sein: ״der Dichterdrang," über- Unebenes Sinngedicht, auf ihn selbst beziehen^ darfr״ ji'i Ich dichte für den Nachruhm nicht, l-!! i Im Grabe macht er wenig Freude; ff Ich mach' ein Lied, wie Seidenwürmer Seide,;j!!■! Es quakt mich, cs muß ans Licht. ";[!' Mögen noch. einige seiner Sinngedichte, aufs Ge- Gtathcwohl ausgchoben, hier Aufnahme finden: Der Algierische Stunbenrufer» fff 1 Ahr lieben Herren, laßt euch sagen,!jjj,; Im Osten fängt's schon an zu tagen- ... ׳l.!!h! . O! würgt euch heut einander nicht, ' r ) Und scheut euch vor dem Sonnenlicht; |j. ] Und fürchtet Gott den Herrn! , ־-: ־ ■ iS: : G a 110 m a n i e» j' Das dümmste Zeugrhrrn es Franzosen,; Wird bald von Deutschen nachgcmachU :!U Ein Mädchen voller Jugendpracht ׳ j |;־ . Betünchet ihrer Wangen Rosen; . i l Vergebens daß der Weise lacht. Doch glaubt, wenn sie was Kluges machten. Dann würden wir's gewiß verachten.