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Sulamith · 1817-01-01 · Heft 2 · p. Seite 139

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
5 (1817-1820)
Issue
Heft 2
Article
Aus Dresden [Nachricht]
Date
1817-01-01
Page
Seite 139 (sequence 4)
Language
German
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' . ■ *39 chbereinstimmenv mit der Vernunft, wie alles übrige. Man nennt die hebräische Sprache die heilige Sprache, .pbschon sie voller Lücken, Mängel und Unvollkommenheiten ist; warum? Darum, weil die heilbringenden -Wahrheiten, welche allen spätern Religionsspstemen zur!Grundlage dienen, in ihr zuerst niedergelegt worden.!Mit eben, dem Recht, nennt die h. Schrift die Israeliten das auserwählte Volk, weil,: nach allgemein einverstandener Geschichtsüberlieferung, ihnen und ihren Stamm-! vätern z u e r st diese Wahrheiten kund gethan worden. — ״Aber, ihr Juden, habt diese Ausdrücke falsch angewendet und gemißdeutet!" Zugegeben, mit vollen Händen zugegeben; und freilich, ein auserwähltes Volk ist noch kein Volk von Au s e r w a h l t e n; noch mehr: man nenne, wenn es durchaus so sein soll, diese Mißdeutungen stolze Anmaßung. — Allein ist es denn nicht eiye größere, und durch nichts zu begründende, Anmaßung, noch im ryten Jahrhundert zu behaupten: nur in einer gewissen Gemeinde könne sich die Religiosität oder der..fromme Sinn bilden, der zum tugendhaften, Wandel führt und zur Staatsbürgerwürde berechtigt? — Es wäre Nicht Anmaßung, zu sagen: nur eine begünstigre Kaste , könne den' hohen Adel erwerben, die Juden nun und Niemals, daher dürfen sie sich auch niemals mit ihnen, weder in geselliger, noch in bürgerlicher Hinsicht vermischen?— Heißt dieses nicht, wenn auch mit aridern Worten, sich für das auserwählte Volk erklären? Und zwar, aus eigner Machtvollkommenheit und gegen alle Autorität erklären; denn steht diese Behauptung nicht in geradem Widerspruch mit der Lehre, die von uns

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