Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Aus Dresden [Nachricht]
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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m ׳; In der neuesten Schrift des Herrn Stadtraths David Friedlander *) heißt es unter andern in einer Anmerkung wie folgt: ״Bemerkens- und nachdenkenswerth ist auch Folgendes. — Wie oft und mit welchem Hohn-- lachen ist uns nicht vorgerückt worden: ״die Juden nennen sich und halten sich für das auserwählteste Volk der Erde." — Mer will man denn durchaus vergessen, daß die Juden sich dieses Beiworts durchaus nicht a ng emaßt, sondern daß die H. Schrift es ihnen beigelegt hat. Die heiligen Urkunden, — deren Göttlichkeit von allen Religionsbekennern angenommen ist, — nennen sie, bald das a u s e r w ä tz l L e, bald das hei li g e, bald das -Priester-Volk. — Gott spricht durch den Mund Moses: auch in ihrem tiefsten , Elend, dessen sie sich zugezogen haben werden, ״werde ich sie nicht verwerfen, nicht verachten, nie ganz a u fr e ib e n, nie meinen Bund mit ihnen völlig aufheben, denn ich bleibe der Ewige, ihr Gott." Die Propheten nennen sie, ebenfalls im Namen des Allerhabenen: das Volk, an dem die Gottheit Gefallen hat, das Volk, dessen Gott sich rühmt: und die frommen Israeliten,, gestützt auf diesen untrüglichen Anker,. sollen auf Gottes Gnade nicht vertrauen? sollen von Widersachern verspottet werden, die -diese Verkündigungen ebenfalls für untrüglich und göttlich halten? Nein! diese Benennungen sind unvertilgbar wie' die ganze heilige Schrift; und für denjenigen, der mit Unbefangenheit sie würdigen will, eben so *) Reden u. s. w. Erste Folge. Berlin, in Kommission bei E. A. Stuhr.