Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neue Erziehungs- und Lehranstalt für die Israelitische Jugend in Mannheim
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2304627-2304637-2304639-2308399--05392-2308686- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ur-tprünglichen Eigenthümlichkeit begründeten Eeremonialgesetzes *), die des Moralgesetzes ‘ntdjt minder auf positive Weise sanktionire, wenn siez. B. folgende Pflichten auf das Feierlichste und Heiligste einprägct und schärfet: der Kinder Ehrfurcht und Liebe gegen die Eltern. Exod. 20, 12/Sir. 3; eheliche Treue. Prov, 31/10 bis 33. Mal. 2, 14und 15; Brüder-, Nächsten-, Fremden -, überhaupt aller Menschenliebe; Exod. 22,20, vsut. IO, 19, Zach. 7, 10, Mal. 2,10; Vaterlandsliebe, selbst außerhalb Palästinas, der. 29, 7; Verehrung des Regenten, und Würdigung seiner Gesetze. Prov. 24, 20; Pirk. Ab. 3, 2; strenge Gerechtigkeit und Unpartheilichkeit der Richter bei Rechtsstreiten zwischen In - und Ausländern , Reichen und Armen, Vornehmen und Gemeinen. Lev. 19, 15, Deut. I, 16 — 17 | 16, 16—195 Wohlthätigkeit gegen alle Armen. Lev. 25 , 35, Pirk. Ab. 1, 15. , Die moralischen Lehren werden durch Belege aus den Proverbiis, Leusiru, Pirkssbotb u> s. w. bekräftiget, und aus der Geschichte gottesfürchtiger Männer und Frauen Israels nachgewiesen. — 0. Hebräische. Sprache; obgleich die Lehrsätze der Religion in deutscher Sprache vorgetragen werden: so *) Es bedarf kaum bemerkt zu werden, daß dem Ceremonialgefttze eine hohe geistige, moralische und g eschichtliche Bedeutung abgcwonnen werdenmüsse, wenn die religiöse Erziehung gedeihen soll, und daß sowohl die mechanische oder geisttödtcnde, als'die, das Positive gar nicht würdigende Methode, aus dem Kreise zweckmäßiger Schulen gleichfalls zu verbannen seien.'