Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neue Erziehungs- und Lehranstalt für die Israelitische Jugend in Mannheim
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 13)
- Language
- German
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log *—'- sowohl auf die natürliche Entwicklung der jugendlichen Geisteskräfte in den verschiedenen Perioden des K i Nd e s, Knaben und Jünglings, als auf die Hauptrichtungen der menschlichen Intelligenz selbst, Sinn, Verstand und Vernunft.— So soll dem Kinde die Religion und Moral nur g e m ü t h l i ch vorgetragen werden. Vom Zusammenhänge und Systeme kann bei ihm durchaus noch keine Rede sein. Einzelne Beispiele aus der Geschichte) einzelne Naturerscheinungen und Erzählungen der heiligen Urkunden sollen in dem Kinde das Gefühl, die Ahnung des Göttlichen, und die Liebe zum unendlichen Wesen erwecken, das in ewigen Dunkel gehüllt, durch Wunderwerke aller Art sein Dasein verkündet.— Das früher bloß Gefühlte und Geschaute kann der K n a b e, durch die in ihm entstehende höhere Potenz des Verstandes und der Urth eilskraftj, schon begreifen und ordnen lernen. Bei ihm kann daher von Begriffen und Einthellungen der Gesetze und Pflichten die Rede sein, und mittelst einer der systematischen Form sich nähernden Lehrmethode, vom Einzelnen zum Allgemeinen fortgeschritten werden. — Aber erst dem Jünglinge kann, durch die in ihm sich entwickelnde höchste Potenz der Vernunft, eine — wiewohl aus subjektiven und objektiven Gründen/nur relativ — .wissenschaftliche Erkenntniß der Religion und Moral , zu Theil werden. — Dieselbe Methode wird auch bei den Sprachen , der, Arithmetik, Geschichte, Geographie u. s. w. angewandt, jedoch mit der durch den jedesmaligen Gegenstand bedingten Modisicativn. —