Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 80 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Alterthums," welches er „in die Unterwerfung des äußernMenschen unter den Gehorsam des inner», der Sinnlichkeit unter die Herrschaft des Geistes" setzt, mit ihm einverstehen. Denn davon ist, zumal in den Zeiten des Moses'und der Richter (welchen die ersten und schönsten Parabeln zugeschrieben werden) keine Spur 'anzutreffen. Eine solche Erklärung der althebräischen Parabel ist selbst parabolisch, und macht mehr dem Dichter als dem Kritiker Ehre. Glücklicher Weise giebt es aber Gegenstände, welche das Genie, der theoretischen Klarheit entbehrend, in entzückender Vollendung darzußellen weiß.. Undso gelang es auch Hrn. vr. K., das dürftige Feld der Parabel auf eine Weise anzubauen, über welche der richtige Geschmack sein Urtheil eben so beifällig als verdient ausgesprochen hat. Je näher aber dieser Meister, gleich bei seinem ersten Auftreten , dem Ziele gekommen war, desto rühmlicher ist es für die ihm folgenden Jünger, daß sie sich, voll edell'-Wetteifers, auf die siegreich besetzte Bahn wagten. Und unter diesen Wenigen wüßten wir keinen, dem dieses Wagniß mehr gelungen wäre, als, dem Berf. der vorliegenden Parabeln. Biele darunter beurkunden seinen Beruf zu dieser Djchtungsart in so hohem Grade, daß wir uns nicht enthalten können, ihm ein fröhliches: Willkommen! entgegen zu rufen. Unter dieselben gehören vorzüglich: Die schlummernden Kinder, Rosaliens fromme Einfalt, Harmostien, der Kagel des Zeltes *), das Schneeglöckchen, *) M. s. Sülamith gten Jahrganges gtes Heft.