Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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'II. Parabeln von v>-. C. S. Günsburg. Erstes Bändchen. Berlin, i8i8- (in der Mrttlerschen Buchhandlung daselbst zu haben , Preis i Rthlr.) Xlntcr allen Arten der Poesie, wovon das Alterthum uns musterhafte Vorbilder hinterlassen, hat keine weniger Ausbildner gefunden, als die Parabel. Die Ursache mag wohl in dem, bis'jetzt noch nicht klar erkannten, Wesen der Parabel liegen, welche, in das Gebiet der Fabel, Idylle, und moralischen Erzählung überschweifend, von allen etwas borgt, ohne eines von allen dreien zu sein. Selbst Hr. vr. Krummacher, welcher die Parabel „dem dichtenden Lehrer nicht bloß als Mittel dienen läßt, einzelne Wahrheiten zu lehren und zu versinnlichen, sondern vor allem auch dazu, um den Jünger auf den höhern Standpunkt des Lehrers und zur Anschauung des Uebersinnlichen zu erheben, und das symbolisch vorzutragen, was erst späterhin intellektuel oder moralisch gefaßt werden soll" — selbst Hr. 3>r. K. scheint zu fühlen, wie wenig diese Definition der Parabel auf die meisten Erscheinungen dieser Dichtungsart passe , und räumt auch eine niedrigere ein. Am wenigsten aber können wir uns über „die Lendenz und Bildung des Israelitischen