Mannheim
Compact Memory

Sulamith · 1817-01-01 · Heft 2 · p. Seite 81

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
5 (1817-1820)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1817-01-01
Page
Seite 81 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
spine
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2304627-2304637-2304639--05359-2308657
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

das Maiblümchen, derSchall des Hiebes, die Blümlein Wunderhold oder der erste Kuß, das Prisma, die unsterbliche Sängerin, und der Abschied, durch welche bald der glühende Hauch des Orients, bald der mildere Zephyr Griechenlands, und zuweilen ossianische Wehmuthsschäuer hinziehen. Bor allem aber zeichnet sich das Ganze durch eine Zartheit und Gemächlichkeit aus, welche sich weniger 'öl§ bei andern Dichtungsarten entbehren, und —weniger affektiren lasten, weil sie hier nicht Nebensache, sondern das Wesen selbst bilden; ein Umstand, der gleichfalls seinen Antheil an der Seltenheit neuerer Parabeln, haben mag. — Ungemein einfach und sinnig ist die Parabel an Krummacher, Mose und I o s u a, welcher Nec., zu Gunsten des bescheidenen Jüngers, die gebührende Aufnahme wünscht. Zugleich aber kann Nec. nicht umhin, dem Hrn. Vers., bei dem gewünschten 2ten Bändchen seiner Dichtungen, zuweilen eine größere Bedeutsamkeit der Gegenstände,^ und im Ganzen eine etwas größere Sparsamkeit in den Bildern und malerischen Bei - und Nebenwörtern anzuempfehlen, welche zwar von dichten'-, scher Einbildungskraft zeugen, aber dem zarten Wesen der Parabel einen ungemeinen Abbruch thun.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.