Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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das Maiblümchen, derSchall des Hiebes, die Blümlein Wunderhold oder der erste Kuß, das Prisma, die unsterbliche Sängerin, und der Abschied, durch welche bald der glühende Hauch des Orients, bald der mildere Zephyr Griechenlands, und zuweilen ossianische Wehmuthsschäuer hinziehen. Bor allem aber zeichnet sich das Ganze durch eine Zartheit und Gemächlichkeit aus, welche sich weniger 'öl§ bei andern Dichtungsarten entbehren, und —weniger affektiren lasten, weil sie hier nicht Nebensache, sondern das Wesen selbst bilden; ein Umstand, der gleichfalls seinen Antheil an der Seltenheit neuerer Parabeln, haben mag. — Ungemein einfach und sinnig ist die Parabel an Krummacher, Mose und I o s u a, welcher Nec., zu Gunsten des bescheidenen Jüngers, die gebührende Aufnahme wünscht. Zugleich aber kann Nec. nicht umhin, dem Hrn. Vers., bei dem gewünschten 2ten Bändchen seiner Dichtungen, zuweilen eine größere Bedeutsamkeit der Gegenstände,^ und im Ganzen eine etwas größere Sparsamkeit in den Bildern und malerischen Bei - und Nebenwörtern anzuempfehlen, welche zwar von dichten'-, scher Einbildungskraft zeugen, aber dem zarten Wesen der Parabel einen ungemeinen Abbruch thun.