Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Worte eines Veteranen im Lehramte, an seine jüngern Amtsbrüder
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 15)
- Language
- German
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ך1 — auch von dem Nothwendigsten entblößten Mitmenschen gleichstellt\ auch dieserfloh meine mit Thränen überschwemmte Lagerstätte. Zn dieser Abgezogenheit, wo mein Leiden nur mein einziger Gesährte war, wo es vor, meiner Seele sich km schwärzesten Trauerflor sixirte, thürmte wie Alpengebirg sich mir die Centnerschwei aus meinem Herzen lastende Frage auf: Was ist von allen meinen Bemühungen, die ich von jeher zum Besten Anderer mir gab, auch M i r geworden? Was habe i ch davon, daß ich meine s Zeit , meine Kraft, die schönsten Tage meines Blüthenlebens, der Wohlfarth Anderer, mit dem besten Willen, mit der eifervollsten Thätigkeit, mit der größten Selbstberläugnung geopfert habe? — Wahrlich! Trübsal nur und Noth und Spott. — Ich versuchte manches Gute, und es ward boshaft gehindert, verläumdet und — zerstört. Nicht deßwegen ' weil es etwa nicht gut schien , sondern bloß weil eS von mir kam. Und —wer waren meine Widersacher? Wahr-- lich, jene nur, denen mein Wohlwollen am meisten ftommen sollte» — Sie, für die ich lebte, für die ich sann und thätig war, waren die ersten, die mich zu verläumden, zu erniedrigen und zu entehren suchten. Sie bestrebten sich auf allen Wegen, bei allen sich ihnen dargebötenen und selbst aus den aufgegriffenen Gelegenheiten, meinen guten Namen zu beflecken, meine besten Absichten durch sophistische Deuteleyen in Schatten zu stellen , und die Reinheit Meines Willens und Strebens zu ihrem Besten, mir zum Vorwurfe, ja sogar zum Verbrechen zu machen. Sie fanden Helfershelfer an Leuten, die den V• Jahrg. 2* Band. 2