Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Gedanken über den Zufall
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 13)
- Language
- German
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höhere Weltlenkung aufmerksam zu machen. Das müßte ,nothwendig ihr Herz mehr für Gott und Religion er-- wärmen, ihren Glauben und ihr Vertrauen stärken und sie von dem zu großen Hange zum Sinnlichen und Jrdischen abziehen. 'Man müßte sie gewöhnen auf die Lichtpunkte ihres eigenen Lebens zu achten, welche auf eine höhere Wcltrcgierung hindeuten, und deren gewiß im Leben jedes Menschen von seiner frühesten Jugend an unzählige Vorkommen. Insbesondere müßte man ihnen auch die Wahrheit recht anschaulich zu machen suchen, daß das Böse, wenn es auch noch so im Verborgenen geschieht, doch irgend einmal offenbar und bestraft wird, und daß sich eben darin die göttliche Gerechtigkeit uns Menschen ganz vorzüglich zu erkennen giebt. Das oben erwähnte Werk von Wagner ist reich an Beispielen der Art und noch, mehrere bietet das tägliche Leben dar, das wir um uns her erblicken. Nur eine oer merkwürdigsten Geschichten dieser Art will ich aus jenem Buche , hier ausheben. Die junge Frau eines Schmidts wird ihres schon bejahrten Gatten überdrüßig-und läßt sich mit dem Gesellen desselben in ein strafbares Verständniß ein. Sie wird von ihm schwanger und um der Schande zu entgehen, beschließen beide, den alten Mann zu ermorden. Dieß geschieht, indem sie ihm im Schlafe einen Nagel ins Gehirn schlagen. Am Morgen heißt es, er sei plötzlich an einem Schlagflusse gestorben. Es erfolgt das Begräbniß, ׳ die Frau scheint untröstlich, ihre Khränen fließen unaufhaltsam, und erst nach einigen Wochen wird sie etwas ruhiger und ihr Schmerz gemäßigter. Bald Nachher erklärt sie, daß sie, um das, Handwerk besser 27 -