Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Gedanken über den Zufall
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 384 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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384 - um Erbarmen und Hülse, aber von ׳keiner Seite her wollte ein Trost kommen. So kam der Donnerstag heran und schon war es 5 Uhr, ohne daß seine Lage sich geändert hatte, Und um 6 Uhr sollte das Geld gezahlt werden. Seine Angst stieg immer höher, die Ehranen flössen ihm die Wangen herab, und die Hände ringend ging er in seinem Zimmer umher. Zudem klopfte jemand an die Thür. Es war der Herr des Hauses, wo er wohnte, der sich erkundigen wollte, wie er sich befände und wie ihm sein Zimmer gefiele. Jung erklärte seine Zufriedenheit. Nun erkundigte sich der Herr nach den Umständen seiner Kasse , und erstaunte nicht wenig als er hörte, daß; er ohne bestimmte Aussichten auf die nöthigen Gelder zu habendas Studiren Unternommen hätte. Nun, fuhr'er fort, Sie sind ein wackerer junger Mann; ich will Ihnen Geld vorschießen, so viel Sie brauchen, und wenn Sie Wechsel bekommen, so geben Sie mir es wieder. Brauchen Sie vielleicht jetzt gerade Geld? Jung erzählte von seiner Verlegenheit und sogleich holte der brave Mann Z Louisd'or und gab sie ihm, so daß nun das Kollegium bezahlt werden,könnte. Aber bei dieser einstweiligen Hülfe blieb es nicht. Gerade wahrend dieses in Mraßburg geschah, kamen zwei begüterte Freunde Jungs in der Gegend seines Geburtsvrtes (in Westphalcn) zusammen, sprachen von seinen Fortschritten im Studiren und wunderten sich - woher er das Geld dazu bekäme. Ei, sagte der Eine, wenn jemand mit mir anstände, so wollten wir ihm einmal einen recht tüchtigen Wechsel schicken. Der Andere erklärte .seine Bereitwilligkeit und so brachten beide 300 Lhaler