Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Gedanken über den Zufall
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 377 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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“ 377 die Ketten zu sprengen, mit welcher uns die Gewohnheit gefesselt halt. Wir wollen einmal setzen, es gebe einen Zufall. Irgend eine Erscheinung sei also nicht in vorhergegangenen gegründet, sondern bestehe durch sich selbst. Aber daß diese Erscheinung doll) eine Menge anderer zur Folge habe, ist gewiß nicht zu leugnen. Wir haben also eine Reihe von Ereignissen, die zwar ins Unendliche fort» geht, aber keinen Stützpunkt hat, eine Kette, die an Nichts befestigt ist, eine Leiter, die in der-Lust schwebt. Za es würde sich zeigen lassen, daß auf diese Art auch die größten und folgenreichsten Weltbegebenheiten in dem Nichts ihren Grund hätten. Denn unbedeutend und klein ist nicht nur nach unserer Ansicht der Anfang der meisten, ja man könnte wohl mit Zuversicht aller Veränderungen im Weltall sagen, sondern auch das, was unfern Augen als der erste Anfang der Reihe erscheint, hat für uns keinen Stützpunkt mehr, wir nennen es Zufall, und hätten wir Recht, so würde allerdings hie ganze Reihe, auch der wichtigsten Ereignisse, zuletzt auf einem Nichts gegründet sein. Laßt jenen Menschen, der von einem hcrabfallenden Ziegelstein erschlagen wurde, < nur um einen ׳ Schritt seinen Weg mehr oder, weniger beschleunigt haben, und eine Familie verlor nicht ihren Water und Versorger, der Staat, nicht einen nützlichen Würger, die Armen nicht einen Freund und Wohlthater. Laßt es unbemerkt bleiben, daß jener Artillerieoffizier seine Batterie so geschickt auf den Feind zu richten verstand, und die Welt sah keinen Napoleon und Europa wurde nicht so tausendfältig.erschüttert. Giebt es also wirklich einen Zufall, einen, regel- und gesetzlosen Anfang