Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Rede, gehalten am Stiftungstage der von Mitgliedern der Israelitischen Gemeinde errichteten Gesellschaft der Humanität zu Kassel
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 367 (sequence 10)
- Language
- German
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nichts weniger als Sinn und Herz,für: das.HEder- Menschheit verrät!); daß endlich jener.Zweifel an einstiger Uebereinstimmung der Gemüther in religiösen Meinungen, und Handlungen , der kindlichen Zuversicht auf die heil!-- gen Urkunden und. die Fortdauer nder Glaubenslehrenunserer Water so ganz entgegen ist; daß er einen Klein-! muth verräth, der mit dem Wesen und der Wahrhaftig-׳ keit der Religion (des lebendigen Glaubens an Gort und Unsterblichkeit)׳ so. ganz im Widerspruche steht. Lassem Sie uns׳ hierzu ferner 'nicht unerwogen lassen, m. H.,׳ daß die Sache auch bei weitem nicht so ist, wie sie. ge-- wohnlich, dem. äußern Anscheine, nach.,, und nicht seltennicht ohne. vorgefaßte Meinung, Heurtheilt wird;! lassen Sie uns bedenken, m. H., daß.sowohl die heiligeals auch die Profangeschichte völlig! das Gegentheil beweiset,- beweiset, daß-der religiöse Zustand unsers Volks in ver-' schiedenen Zeiträumen! weit!Mißlicher war als unser heutiger, und,dennoch sich wieder:besserte, dennoch, wieder zur. Reinheit! 'und Ordnung gelangte, dennoch mit Würde sich aufrecht erhielt. Die Zeit, meine Herren, das ist : das Einsiießen! der Weltbegebenheiten auf die Gemüther der Menschen, die Zeit, welche uns diese Wunde geschlagen, wird sie, dieß dürfen wir zuversichtlich hoffen) auchwieder heilen) deß verbürgt uns das hohe Alter unserer Glaubenswahrheilen, das Jahrtausende zählt, das, -können mit Recht wir sagen, fast so alt als die Welt selbst ist, deß verbürgt uns das -herrliche Erbe unserer Urahnen, die heilige Schrift, und die uns durch dieselbe zu Lheil gewor-! denen Gesetze und Lehren. Die Mißverhältnisse, welche