Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Rede, gehalten am Stiftungstage der von Mitgliedern der Israelitischen Gemeinde errichteten Gesellschaft der Humanität zu Kassel
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 368 (sequence 11)
- Language
- German
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368 durch den Geist der ׳Zeit tnt heiligen Gebiete der Religion entstanden, werden sich nach und nach zur schönsten Harmonie wieder auflösen. Der Strom, der hie und La aus seinem Bette gewichen, wird allmälig wieder in seine Granzen zurückkehren, und als ׳ ein sanfter Bach durchs Ehal der Menschheit dahin wallen. ■ .׳. Nicht in einem engen Zeitraum, nicht mit einem Male, auch durch einzelne Kräfte und Willen nicht, kann das schadhafte Ganze aüsgebessert, kann das Gesammte zur äußern Uebereinstimmung (denn von einer andern ist nicht die Rede) gebracht' werden. Auch unser gesellschaftlicher Verein vermag nicht an jenem so allgemeinen aber aus so verschiedenen Arten. des Denkens entspringenden Wunsche einer Umbildung dieser und jener religiösen Angelegenheit thätige Hand ׳anzulegen. Ein kleines Häuflein vermag nicht, was das Werk einer Gesammtmasse von Menschen, was das Werk einer Generation ist. Solches ist jenem machtvollen Produkte der Zeit , das mit Riesenkraft alle Wälle von Hindernisten durchbricht, der Nothwendigkeit ist solches große Werk Vorbehalten. Aber, m. H., zu Errichtung und Aufrechthaltung guter und zweckmäßiger Lehr - und Erziehungsanstalten für die Jugend, welche den wechselseitigen Verhältnissen des Judenthums mit dem weit - und staatsbürgerlichen Leben, anpaffen,dazu nach Kräften beitragen, d a s kann fast jeder Einzelne, kann jeder gesellschaftliche Verein, mittelbar sowohl durch Beweise ernstlichen Willens, als auch unmittelbar durch thätiges einwirkendes Handanlegen. Das kann, das soll jeder brave Israelit,