Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Rede, gehalten am Stiftungstage der von Mitgliedern der Israelitischen Gemeinde errichteten Gesellschaft der Humanität zu Kassel
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 363 (sequence 6)
- Language
- German
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Erbarmen, so ist auch dieser nicht minder beklagenswerth, so muß auch diesem hülfreichende Hand unvcrsagt bleiden. Beide sind hülflos, beide arm, — beide unglücklich. .Dieß sind die besondern Verhältnisse, welche zwischen unserer Gesellschaft und den Israelitischen Glaubensbekennern obwalten, dieß die Auslesen Verhältnissen hervorgehenden Obliegenheiten׳, dieß die Schlußfolge, welche dabei ins Auge zu fassen. — Dieß die Beantwortung unserer ersten vorliegenden Frage. Wie kann den Obliegenheiten und Er- Wartungen, welche der Tendenz und.dem Wesen unserer Gesellschaft nach, aus die-! sen Verhältnissen fließen, entsprochen werd en? legten wir uns als zweite Frage vor. Wenn der Charakter unserer Gesellschaft Wohlwollen für die Menschheit, wenn der Zielpunkt ihres Wirkens Hervorbringung des Guten und Bessern ist, wenn der Name: Humanität, seiner engsten Bedeutung nach , alles dasjenige zu wollen umfaßt, was den Menschen veredeln, seinen Werth erhöhen und ihn der erhabenen Bestimmung seines Hierseins, näher führen kann: so ist das liebevolle engere Anschließen an unsere Mitmenschen, das eifervolle Bemühen, keine.Kräfte, keine Mittel unangewandt zu lassen, wodurch Menschenglück und Menschenwohl hervorgebracht, wodurch der leidende Zustand des Hülssbedürftigen gemildert, seinen Mängeln abgeholfen werden könnte, — so ist mit einem Worte der bedeulungsvolle Name: Humanität und die Ausübung der damit verbundenen Pflichten, die Antwort auf unsere vorliegende Frage., ׳ , ׳ .