Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Rede, gehalten am Stiftungstage der von Mitgliedern der Israelitischen Gemeinde errichteten Gesellschaft der Humanität zu Kassel
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 360 (sequence 3)
- Language
- German
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--»»״—-־י- 360 der Prophet *) dem Gottvertrauenden zuruft: /,Er wird einst dem am Wasser gepflanzten Baume gleich sein, der weit hin in feuchten Boden wurzelt, er empfindet nichts wenn Hitze wüthet, sein Blatt ist immer grün, er furchtet nicht der dürren Zeit und hört nicht auf Früchte zu tragen." Der heutige Tag, die gegenwärtige Versammlung, in der wir uns befinden, meine Herren, sind uns eine lebhafte Erinnerung jener angefangenen Wirsamkeit, sind uns eine wiederholte Feststellung jener angeknüpften Verhältnisse unserer Gesellschaft; ein solcher Lag, wie der heutige, mit Recht ist er uns ein Lag des reinsten Vergnügens, des innigsten Frohseins enger, traulicher Freundschaft und Liebe, mit Recht ist er uns ein Fest. Indem es mir nun, mit Ihrer gütigen Zulassung, m. H., verwilligt ist, einige der Feier des heutigen Lages nicht unangemessene Ideen zu äußern: so mögen es zwei Fragen sein, die wir uns zur Erwägung vörlegen, und die wir beantworten wollen. Die Erste: Welches sind d ie w ech sie l sei- Ligen, besonder» Verhältnisse, in denen unsere Gesellschaft mit den Israelitischen Glaubensbekennern steht? Die Zweite: Wie kann den Obliegenheiten und Erwartungen, welche d er Lendenz'und dem Wesen der Humanltätsgefellschaft nach, aus diesen Verhältnissen fließen, entsprochen werden? *) Jeremias 16, 11.