Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 324 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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324 --- lich ist, z. B. ein Krankenhaus, öffentliche Brunnen, aus denen jeder Mensch schöpfen kann, eine Lehr - oder Arbeitsschule für arme Kinder u. dergl. Diese hier anempfohlene Art und Weise, den begangnen Fehler wieder gut zu machen, ist die ausdrücklichste Lehre der Ealmudisten. (Baba Kamma Bl. 1oy.) Im 20. Kap. erfährt der Schüler, was Nächstenliebe heißt, und wie dieselbe der mosaischen Reli4 gion zufolge,, auch nicht den geringsten Unterschied des Glaubens und des Standes zulaßt. Wir wollen noch einige Fragen und Antworten hier zur Probe hersetzen: Lehrer. Wenn ein Israelit bei einer christlich e n Herrschaft in Diensten stehet, wie hat er sich zu verhalten? Schüler. Gerade so, als wenn er einem Zftaeliten dienen möchte. So wie wir in der Menschenliebe keinen Unterschied zwischen Israeliten und Christen machen dürfen (Kap. 20.), eben so und noch viel weniger ist es uns erlaubt, in dem, was wir einem Christen zu thun oder zu lassen schuldig sinh, nachlaßiger oder leichtsi'nniger zu sein, als wenn wir die nämliche Pflicht .gegen einen Israeliten zu erfüllen, hätten. Lehrer. Was folgt hieraus? Schüler. Daß Israelitische Gesellen, wenn sie bei einem christlichen Meister arbeiten, eben so auf den Nutzen des Meisters sehen, und unverdrossen arbeiten, und ihren Lohn redlich verdienen müssen, als ob sie bei einem Israelitischen Meister in Arbeit standen. Lehrer. Was hat der Meister dagegen zu beobachten? .