Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte über Realschulen
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 310 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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gI() sagen, daß wir hiermit unsere Stellung in den bürgerlichen Verhältnissen meinen, die auch auf unsere Schule in mehr als einer Hinsicht nachtheilig wirkt. So Hetzten schon manche Eltern unserer Forderung, daß sie ihre Söhne nicht so frühe der Schule entziehen möchten, diese Worte entgegen: ״unfern Kindern sind zur Zeit noch alle Wege erschwert; zu öffentlichen Aemtern läßt man sie nicht gelangen, selbst zum Handwerk will man sie noch nicht zulassen; nichts als der Handel steht ihnen offen, und auch dieser nicht ungehindert und in beschränkter Aussicht, da es einem Israeliten nicht so leicht gelingt, in einer christlichen Handlung, als*'Lehrling, oder als Gehülfe, ausgenommen' zu werden, während der entgegengesetzte Fall sehr gewöhnsich ist. Bei der verhältnißmäßig größern Menge, die sich auf demselben Wege begegnen, dasselbe Ziel verfolgend, muß nun einer den andern drängen und ihm den Borsprung abzugewinnen suchen. Darum steht es nickt in unserer Wahl, den Wünschen der Schule, die auch die unsrizen sind, nachzugeben, und unsere Söhne einige Jahre später in einen Beruf einzusühren, der durch so viele Mitbewerber erschwert ist; sondern der Augenblick und die Gelegenheit sind es, die uns beherrschen und die wir nicht ohne Gefahr Vorbeigehen lassen dürfen, und es wäre sehr gewagt, eine sich jetzt darbietende Lehrlingsstelle auszuschlagen , die wir einige Zeit später wohl vergebens suchen möchten." Wir konnten diesen Gründen nichts weiter entgegensetzen, als die Hoffnungdaß dieser Zustand nicht bleibend sein werde — aber nur die ' Hoffnung. Noch unmittelbarer empfinden wir das Mißliche