Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte über Realschulen
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 311 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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ZU unserer schwankenden bürgerlichen Verhältnisse bei unserer Volksschule, Hier tritt das entgegengesetzte Uebel ein. Viele Knaben haben das erlernt, was ihnen inihrem künftigen Stande, als Handwerker, zu wissen frommt und heilsam ist, und welches zu erweitern, nur schädlich sein würde; sie möchten nun als Lehrlinge zum Handwerke übergehen und dürfen es nicht, da sie über die Freiheit der einstigen Ausübung in Ungewißheit schweden. Wie sollten sie es wagen Vermögen, Mühe und die besten Jahre des Lebens an ein Gewerbe zu setzen, von welchem sie vielleicht gar keinen Gebrauch machen können? Wahrlich, innige Betrübniß flößt uns der An-! blick dieser bestimmungslos herumirrenden Schüler ein. Möchte eine, dem wahren Besten der bürgerlichen Gesellschaft entsprechende Feststellung unserer Lage die Eltern unserer Schüler, in der Real - wie in der Volksschule, in den Stand setzen, ihren Kindern eine, sowohl ihren Anlagen als dem Interesse des Staates und der Menschheit angemessene Erziehung zu geben, die Schule aber ungestört wirken und erreichen zu lassen, was ihre höchste Bestimmung ist: Veredlung der Menschheit.