Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte über Realschulen
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 309 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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liehen lind ermattenden Pfad der engen Kunst Hingetrieben werden. Doch die Erörterung dieses so wichtigen Gegenstandes würde uns zu tief in das Gebiet der Pädagogik führen, und wir müssen uns hier mit einer leisen Andeutung begnügen. Das Gesagte wird indessen hinreichend sein, um folgendes Resulat ׳ daraus zu ziehen: können die Eltern, gleichviel ob aus triftigen oder unhaltbaren Gründen, sich nicht dazu entschließen, die Bildungsperiode ihrer Knaben um einige Jahre zu verlängern und sie um so viel später ins erwerbende Geschäftsleben zu stoßen, so muß die Realschule auf die Erreichung ihres Zieles Verzicht leisten. Die zU einem bürgerlichen Gewerbe nothwendigen Kenntnisse werden, freilich Unit großer Anstrengungder Lehrer Und Schüler , die meisten erlangen, aber Jünglinge von gebildetem Geiste und Herzen werden aus der Schule nicht hervorgehen können. Diese Gedanken, über die in der Mitte ihres Laufes gehemmte Wirksamkeit der Schule, wurden durch die Betrachtung der Realschulen großer Städte überhaupt in uns erregt, und viele Schulmänner werben in dieselbe Klage mit uns einstimmen. Wenden wir aber den Blick auf unser e Schule *) insbesondere, so sehen wir uns, indem wir dasselbe Uebel beklagen, zugleich aufgefordert, den -Eltern unserer Schüler Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, und den b e so n d e r n Beweggrund nicht zu vergessen, der sie antreibt, ja unwiderstehlich fortrcisit, wider ihre bessere Ucberzeugung zu handeln; wir brauchen es kaum zu *) Die Israelitische Schule in Frankfurt a. M.