Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte über Realschulen
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 308 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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30g : zum Bewußtsein seiner Unvollkommenheit und Schwäche, und fühlt das Bedürfniß der Unterweisung und Anleitung; jetzt erst nehmen auch Herz und Gemüth Theil daran, und der ausgestreute Saame fallt in einen lodern Boden, keimt und wurzelt und erfreut mir der Hoffnung einer Hhönefl Bläthe-und reichlichen Frucht. Daß der Unterricht zu früh endigt, 'hat zugleich die nachtheilige Folge, daß er in die NothWendigkeit versetzt, ma n ch e s z u fr ätz an z u f a n'g e n. ׳ Wir bekennen uns'zwar keinesweges zu der Meinung, die den ersten Unterricht in ein tändelndes Spiel verwandeln möchte, sondern glauben, daß die Schule dem Kinde in einer zwar fr e u n d l i ch e n, jedoch e r n st h a f t e n Gestalt erscheinen und dasselbe zu einer , seinen Kräften angemessenen, regelmäßigen Thätigkcit anhalten solle; nur muß die Besthäftigung der kindlichen Natur gemäß seindie Geisteskräfte ohne Zwang anregen, und in ein freies und lebhaftes 'Spiel setzen. Hierzu sind die anschauliche n Erkennt- Nisse, die Sinne und Phantasie in Anspruch nehmen und 'beschäftigen, unstreitig die geeignetsten, keinesweges aber das mühsame Erlernen und Einprägen von Wörtern, wodurch im Anfänge höchstens das Wortgedächtmß geübt wird, noch die in neuern Zeiten viel zu hoch gepriesenen Uebungen in den Elementen der Zahl. Da aber , der Knabe schön F'ertigkeit in kaufmännischer Anwendüng der Arithmetik und einer fremden Sprache aus der Schule bringen soll, so muß das siebenjährige Kind mit todtm Wörtern und Zahlen übermäßig gequält, und von dem blumigen Wege der freien Natur auf den unsrcund-