Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte über Realschulen
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 307 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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?3° ~־ Schulmannes; wir meinen: das frühzeitige Austreten aus der Schule. Sollen gebildete Jünglinge aus der Schule hervorgehen, so dürfen die Schüler sie nicht als Knaben verlassen, ehe sie noch für den hohem und wahrhaft bil- Lenden Unterricht reif und empfänglich sind. Um den zusammenhängenden wissenschaftlichen Vortrag , wie wir ihn der obern Klaffe zu ertheilen wünschen, der die hohem Seelenkräste in angestrengte Lhätigkeit setze, aufzufassen und zu verarbeiten, wird, wo nicht ausgezeichnete Anlagen den Jahren voran eilen, eine Reife des Verstandes und eine Liefe des Gefühls erfordert, die erst im Jünglingsalter erlangt werden kann. Gerade diejenigen Gegsnstände, die uns vorzüglich am Herzen liegen, weil ohne sie keine wahre Bildung möglich ist, die Religion und Moral, die deutsche Sprache und Literatur und die Geschichte, gerade diese erheischen eine Stärke der Urtheilskrast, eine Schärfe des Schönheitssinnes, einen Grad des SelbstbewußtseinK und der Selbstbeobachtung und eine Lheilnahme an den Angelegenheiten der Menschheit, die selbst bei vorzüglichem Geistesgaben nicht im Knabenalter zum Vorschein zu: . kommen pflegen; um wie viel weniger bei mittelmäßigen Köpfen, die doch in jeder Anstalt dis Mehrheit ausmachen. - Darum sind ein oder zwei Jahre im Jünglings» alter für den Erfolg, der Bildung von, so hoher Wich-- tigkeit, einflußreicher und fruchtbarer als die dreifache Zeit in den Jahren der Kindheit/ Jetzt erst ist die Selbstthatigkeit der Dcnkkrast angeregt, jetzt erst gelangt der Knabe