Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte über Realschulen
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 301 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Z01 das Werk, an welchem in den akademischen Jahren und im ganzen Berufsleben fortgearbeitet-wird; in den meisten bürgerlichen Berufsarten hingegen hat mit den Schulfahren auch die p l a n mäßige Bildung ihr Ende erreicht: was im Strudel-des Geschgstslebens und der Gesellschast noch gewonnen wird, ist zufällig und bloßes Stückwerk, das sich gewöhnlich auf eine planlose und flüchtige Lektüre beschränkt, mehr zur Ausfüllung einer leeren ' Stunde, als zur Belehrung .und Fortbildung. Inden Schuljahren muß daher das meiste geschehen; wenigstcns muß das Gefühl des Bedürfnisses so wie das Strebe-n nach weiterer Ausbildung in dem Schüler leb- Haft angeregt sein, und er mit der zur Befriedigung dieses Bedürfnisses nöthigm Geisteskraft und- Einsicht ausgerüstet die Schule verlassen. -.-- ' . Wenn es aber von dieser Seite -betrachtet/der Realschule obliegt,-ihre Schüler bis auf eine solche Stufe der Geistesbildung zu leiten, daß sie auch unter den Geschäft ten und Zerstreuungen des Berufslebens an dem Werke ihrer Ausbildung mit Erfolg fortarbeiten mögen; wenn sie in dieser Absicht auf die Erweckung und Stärkung der geistigen Anlagen vorzüglich Hinzielen, mit einem Worte eine Bildungsanstalt sein muß: so darf sie von der andern Seite es nicht aus den Augen verlieren, daß viele ihrer Schüler von. ihr unmittelbar zu einem praktisch en Geschastsleben übergehen und von den erlangten Kenntnissen und Fertigkeiten G e b r a u ch machen sollen. Auch hierin ist sie von der Grlehrtenschule verschieden. Für den Gelehrten-beginnt die eigentliche Bil- Lunz zum Berufe erst nach dem Austritt aus der Schule