Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte über Realschulen
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 300 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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3eo die Gründlichkeit und Strenge der Theorie auf; zu ernst-- licher Betreibung nützlicher Fertigkeiten, wie Kalligraphie und Zeichnen, konnte man es gar nicht bringen. So konnte das Gymnasium dem einen Theile -der Schüler die Bürgerschule nicht ersetzen; derjenige Theil aber, dem es, eigentlich gewidmet ist, verlor durch diese Ausdehnung der Anstalt über uhre Granzen auf mancherlei Weise : durch die Zersplitterung der Zeit mit einer Menge von Gegenständen, die den alten Sprachen entzogen werden mußte; durch die Sucht der Vielwisserei die dadurch angcreget wurde, und die׳ mit der Gründlichkeit im Widerspruche steht, besonders aber durch die Anhäufung der mntern Klaffen mit Schülern von sehr verschiedenem Alter und Fähigkeiten. Darum drangen viele der erfahrensten Schulmänner aus Trennung der'Bürgerschulen von den Gymnasien, damit kein Stand zum Bortheil eines andern in seiner' Bildung gehindert oder verkürzt werde, sondern jeder eine mit seinem einstigen Beruft im Einklänge stehende Ausbildung erhalten möge. An mehrern Orten wurden nun Bürger - oder Realschulen in größerer und kleinerer Ausdehnung errichtet, deren wohlthatige Wirkungen nicht;lange verborgen blieben. Diese würden aber noch unverkennbarer sein, wenn sowohl die innere Einrichtung als die׳ äußern Verhältnisse den Schulen verstatteten, ihre Bestimmung vollkommen zu erreichen. Uni diese Bestimmung richtig aufzufaffen, glauben wir folgende Betrachtung vorausschicken zu müssen. Die Bildung des Gelehrten ist nicht auf die Schulfahre allein angewiesen; nur begonnen wird in der Schule