Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nekrolog
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 274 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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274 ' geübt hatte in ihrer Gegenwart Stundenlang .. den Blut» husten einzuhalten; wie er, wenn er dieß nicht länger konnte, stets die heiterste Miene dabei , erzwang, und der besorgten Freunde gutmüthig spottete — von diesem al« , len kein Wort mehr, — Ach! was kann es frommen in den Herzen der Laufende, die ihn liebten , gewaltsam ' in der Wunde zu wühlen, die lange, lange nicht; ver- Hänschen wird? So war sein Leben getheilt zwischen Schmerzen, die er empfand, und Wohlthaten, die er übte. Ihm selbst war der Zustand seiner Gesundheit seit Jahren keim Geheimniß, und oft pflegte er, — anscheinend im Scherzes doch im Zone und mit der Fassung des wahren Weisen — seine Gattin auf seinen Tod vorzubereiten. So verlangte diese einmal von ihm, er solle sich malen lassen. Diese Witte, erwiederte er, kann ich dir nur unter Einer Bedingüng gewahren,. Wenn du mir nämlich mit Hand und Mund versprichst, dich, wenn ich vor dir sterben sollte, nicht unmäßig zu betrüben , und namentlich in meinem Bilde nicht Stoff zu neuer Schwermut!) zu sinden. — Die Erinnerung an diese Worte und dieses Wersprechen hat nach seinem Ende die betrübte Gattin manchmal vor Verzweiflung geschützt, und zu dem Vorsatze ermannt, ihren entsetzlichen Verlust auf eine, der Manen dieses sanften Weisen., würdige Art zu tragen. Seit einigen Monden begannen die letzten Lebensgeister seiner sterblichen Hülle auf eine, auch Andern sichtbarer schnelle Weise, zu entschwinden,. Doch Hütte er sich seine gewöhnliche Badereise nach Ems auch für dieses Jahr.