Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nekrolog
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 272 (sequence 5)
- Language
- German
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372 vollkommen vergessen zu werden*); wie jedes auskeimende Werdlenst/ und besonders jeder angehende Arzt stets in ihm, mit der völligsten Hintansetzung jedes Privatvortheils, den eifrigsten) unermüdesten Beschützer fand.-Wir übergehen für jetzt diese und tausend noch weit sprechen- Here-Beweise seines schönen Herzens, um diese Skizze Mit einer kurzen Erzählung der Veranlassung und des Verfolges der traurigen״ Krankheit ׳ zu schließen, die ihm düs Leben, so vielen Unglücklichen ihre Stütze, der liebevollen Gattinn ihre theuerste Hälfte, und der Menschheit bindihrer Zierden raubte. Vor etwa 12 Zähren wüthete die ansteckende, unter dem Namen der Grippe bekannte Krankheit in der hiesigen Gegend. Auch den Rath Oppenheim, der, wo Leidenden zu helfen war, nie Gefahr kannte, noch seines eignen' schwachen Körpers achtete, hatte dieselbe, durch zu, anhaltende und zu häufige Besuche bei solchen Kranken, bald mit der größten Heftigkeit befallen, und ihm sogar eines Abends einen bedeutenden Anfall von Blutstürz zügezogen, was er aber, wie er bei jeder Krankheit Pflegte, allen seinen Hausgenossen sorgfältig verbarg, Znveß hatte sein Bedienter des Abends durch Blutflecken ün der Wäsche seines Herrn das traurige Geheimniß entdeckt/' Als dieser daher des andern Morgens um 6 Uhr zu einem, von jener Krankheit schwer befallenen Patienten *) Diese ,Antwort gab der Edle unter andern einem / Freunde, der ihm Vorwürfe darüber machte, daß e§ bei seinen Kenntnissen und Talenten , , sich nicht durch bedeutende literarische Arbeiten ein bleibendes, nach sei« - nein Tode noch fortdauerndes Denkmal setzte.