Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nekrolog
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 271 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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־י ■ ■^־י~ . S7L Menfthenfteunde, die Mittel verdankten, sich in ihrer Krankheit zu warten und zu laben, wie er ihnen auf die schonendste, zarteste Weise Arzneien und bessere Nah» rung reichte, und wo möglich dem Unglücklichen selbst den Namen seines Wohlthäters ein Geheimniß sein ließ, und, wie er mit diesem kindlichen Gemüthe, mit diesem weichen Herzen die männlichste , entsä^enste -Abneigung vor aller Empsindelei, vor jedem schwärmerischen, thatenlosen Dahinschmelzen in leere Gefühle verband, wem je nur ein Blick in seine reine Seele vergönnt war, der wird gewiß hier, nicht die Sprache der Uehertreibung oder der Partheiligkeit finden, sondern den allzu schwachen Nachhall der reinen Stimme der Wahrheit nicht verkennen. Einer ruhiger» Stunde und größerer Muße bleibe es Vorbehalten, die einzelnen Züge aus seinem schönen Leben in einen Namen zu fassen; ihn zu schildern ky seinen wissenschaftlichen, moralischen und Privatverhaltinffen, wie in ihm, dessen frühere Erziehung bei den' damals so traurigen bürgerlichen Verhältnissen seiner Glaubensgenossen, und der unbemittelten Lage seines Vaters, nothwendig verwahrlost sein müßte, als dreizehnjährigem Jüngling der erste Anblick eines gedruckten Bus ches jenen Wissensdrang entflammte, der ihn zu einer so ehrenvollen Höhe in dem Gebiete der Wissenschaften erhob; wie er stets der zuverläßigste Freund, der zärtlichste, Gatte war, wie ihm das vollste Vergessen Seiner selbst, so zur zweiten Natur geworden war, daß er vielfältig äußerte, er kenne keinen innigem Wunsch , als den, sogleich nach seinem Lode von allen, die ihn lieb hätten,