Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Esther Bernard, geborne Gad
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 253 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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253 ״—־־— , einer sitzenden Lebensart zu schwach, z) Sie zieht sich dadurch den Neid und Haß ihres Geschlechtes p.;■—■; Mit aller Achtung gegen Campe, .aber zugleich mit einer, vom Vorurtheil des Ansehns freien Seele, hak Madame Bernard im Kosmopoliten (Juni 1795. S, 577 —, gyo) —- ganz unabhängig von der Engländerin Wölstonecraft — das Gegrntheil zu erweisen gesucht. Gegen 1) sagt sie unter andern: -,Jeder, der sich mutter- ״liche Gefühle nür einigermaßen vorstellen kann, wird ״mir zugeben, . daß in einem nicht ganz verdorbenen ״Mutterherzen, wenn' ihr Künste und Wissenschaften ״auch noch so lieb sind, noch imnw׳׳. Raum für die Liebe -,zU ihren Kindern übrig bleiben wird. — Ausnahmen, ״Auswürfe der Natur kommen hier nicht in Anschlag; ״denn diese würden ja wohl auch, und wenn sie auch ״gar nichts von den neun reizenden Schwestern des׳ He- ״likons wüßten , die fadesten. Vergnügungen , selbst zum ״Fenster heraus zu gaffen,, den süßen Mutterpflichten ״vorziehen. Ich will aber hoffen , daß es in׳ der wirk- ״lichen Welt nicht viel solcher Frauen giebt; nicht mehr ״als es Männ er geben mag,׳ die in der Bücherwelt ״so sehr herumirren, daß sie die wirkliche darüber per- ״gessen, und die ihre geistigen Bedürfnisse so unmäßig ״befriedigen, daß ׳ ihre armen Familien zuweilen dev ״dringendsten:körperlichen, entbehren müssen." Mehr anzuführen verbeut der Raum; doch — eins noch! Mitten in seinem Eifer gegen weibkiehe Schriftstellerei empsiehlt Campe seiner Tochter ein französisches Werk, Lettres sur la religion — von einem Frauelw zimmer und gesteht dabei, daß er selbst in seinen'