Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Esther Bernard, geborne Gad
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 254 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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‘-־״־* 254 Zünglingsjahren dieser Schrift die erste Festigkeit In der Religion verdanke. Madame Bernard hat diese kleine Zncvnsequenz .nicht unbemerkt gelassen und zu. ihrem Vortheile'bestens benutzt. Diese deutsche Wolstonecraft nun ist eine geborne Breslauerin. Zn ihrer frühen Kindheit hatte sie so wenig Lust, zum Lernen^ daß ihre ersten Lehrer ihre Eltern versicherten,, aus ihr würde nie etwas werden. Nachdem sie ׳aber mit neun.׳ Zähren sich satt gespielt, und., über die ersten Schwierigkeiten des. Lesens und Schreibens, hinweg war, fand sie an beiden so viel Geschmack,׳. daß in ihrem dreizehnten Jahre sie oft noch, der anbrechende Morgen bei einem Buche, oder bei einer kleinen Abhandlung fand , ׳die sie am -späten Abend angefangen hatte. Den meisten Einfluß auf ihre Geistesbildung Hatte ein Bruder von ihr, mit welchem sie die innigste Freundschaft von Kindheit an verband. Von dem was er selbst den .Tag über wissenschaftliches lernte, theilte er der Schwester am Abend das für sie brauchbare mit und las unter andern mit ihr Eulers Briefe an eine deutsche Prinzessin. Er wurde nach Dresden geschickt; erste schmerzliche Trennung für die Schwester! Um sie leichter zu ertragen, um den Bruder bei seiner Zurückkunft angenehm zu überraschen, legte sie sich eifrig auf. das Französische, .das ihr vorher nicht gefiel, und studierte binnen zwei Zähren die besten französischen Klassiker. Der Musik zu Liebe lernte sie Italienisch und nach seiner Znrückkunst lehrte sie ihr Bruder auch Englisch. Aus dieser Sprache kam von ihr zuerst etwas Uns Publikum;M a r c u s u n d Moni m «, eine kleine Geschichte aus Archenh.olz englischem Lyceum, welche