Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Nagel des Zeltes
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 214 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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214 ' Morgens an in Paran, dort wo Zsmael wohnte. Und er fragte nach den Gezelten des Fürsten vom Hause Abraham. Man wies ihm die schönsten, unter denen Eins, als der eigentliche Wohnsitz, an Pracht und Glan; vor allen übrigen sich auszeichnete. Und Abraham gelanget dort hin, klopfet ans Zelt und ruft: Zsmael! Zsmael! aber keine Antwort erfolget. Da sagte Abraham: Gewiß ist er nicht daheim, sonst wäre er wohl geneigten Ohres gewesen der Stimme Heß, der ihn jetzt rufet. Doch, sprach er, Frau und Kinder —wohl müssen sie hier sein, denk fest und, unerschütterlich steht das Zelt und in vollem Schmucke. Und er klopfte nochmals, und rief: ״Thu mir auf edle Frau! — ״Zsmaels Weib! schiebe weg des Schlosses Riegel, denn ״mir ist das Haupt voll Khaues, Nachttropfen voll die ״Locken." Aber niemand gab einen Laut von sich. Nun dachte er: vielleicht schläft sie noch sammt ihren Kleinen, ich will nicht stören um der Kinder willen. Und er harret lange , aber niemand öffnet den Eingang. Endlich als die Sonne schon hoch stand, und er oft wiederholt hatte seine Bitte, da öffnete Meriwah die Thüre des Zeltes und fragte: was willst du Fremdling? — Und er: Zch Lin von edlem Stamme, und frage hier an bei edlem Stamme, ob man mich bewirthen wolle. Spät zwar öffnest du die Lhüre des Zeltes, aber dasist mir gleich; —> reiche mir nur ein wenig Wasser, daß ich trinke, denn ich bin sehr müde und ermattet, alsdann ziehe ich mei- «es Weges.