Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Gewalt des Saitenspiels
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 174 (sequence 3)
- Language
- German
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174 Und die Töne ergriffen das Herz.des Königs, er sann einige Augenblicke nach, sein Antlitz leuchtete , und mit Weisheit öffnete er seinen Mund und sprach: Ihr habt recht, ihr himmlischen Töne. Stimmen der Engel sind's, die in euch wohnen, mein Gemüth ansprechen und meinen Geist belehren Also sprach der König und gürtete ab das Heldenschwert, nahm mit Begeisterung die Cither und griff in die Saiten. Aber Zoab und Äbner blieben ungerührt und schienen deck Könige zu zürnen und sprachen also! Geziemt es dem Helden, auf eines Liedes sanfte Töne mehr zu achten, als auf die Rache heischenden Stimmen gegen den Feind und Bösewicht? — David aber achtete nicht auf ihre Worte. Wohlan, rief Zoab nach einigem Nachsinnen,, erlaube uns, o Herr und König! sonder dich diese Schaar von Tapfern gegen den Feind zu führen und ihn auf das Haupt zu schlagen. Und der König schwieg. Und die Nachetrunkenen Feldherrn nahmen des Königs Verstummen für seine Einwilligung, und zogen von dannen und wie Pharao einst theilten׳ sie schon, im Geiste die reichlich gemachte Beute. Und ihr Weg führte sie vorbei vor dem einstigen Wohnorte des großen Sehers Samuel, vor Rama, ' alwo derselbe eine Prophetenschule errichtet hatte, die noch jetzt in voller Blüthe war unter der Aufsicht zweier Gottesckanner, Namens Gab und Nathan. ■ Und schon von weiter Ferne lauschten die Anführer dem Hochgesange der Prophetenschüler, begleitet von der Cither und von dem achtsaitigen, weittönenden Neg 1-