Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Ideen über moralische Erziehung und Moralunterricht
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 4)
- Language
- German
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Preisen,' wornach ihr' selbst ׳ihmso lüstetir machtet,' zu verdienen? Und doch könnt ihr dann ׳ ungerecht genug sein, die menschliche N afu r der Verkehrtheit anzuklagen, dem' Unglücklichen einen Stoßseufzer nachzuschicken, und zu bedauern,׳ daß der güte Same, den ihr ausstreuetet, auf ein.so unfruchtbares Feld gefallen sei l Vicht mit solchen Grundsätzen wurdet ihr erzogen, erhabene Weisen der Vorwelt! so dachtest dü nicht großer AtheNieNser, dem der laute Beifall der Menge nur bange machte, er möchte eine Ehorheit gesagt haben; so Handeltest du nicht unsterblicher Cato, als du ohne dich im Mindesten um das Gespötte oder dm Beifall der Menge zu bekümmern', all ein׳ es wagtest, dich avider den Sittenverfall zu stemmen und dem Verwöhnten Römer die Wahrheit ins Ohr zu donnern! *) Aber in euerer Zeit war man Vs auch noch nicht gewohnt, die Lugend wie eine kaufmännische Spekulation zu betrachten, und der Moral einen Zweck ünterzuschieben, als wäre das Gesetz nicht Zweck genug für sich selbst.**) Ich werde inich durch Beispiele verständlich׳ zu machen suchen.' Zn manchen (mitunter sogar im übrigen sehr verdienstlichen) Elementarbüchern findet man unter Andern folgenden Spruch: Omnia terr'arum subacta - Praeter atrocern animwn Cätonis (Horat,) ■ **) Ich beziehe mich hier nur auf die bekannte, Stelle im Seneka säe Providentia) Eue spectac,nlum dignum ad quoil respiciat iutentus operi suo Deus, eece pac Deo dignuin vir Ibrtis cüm tnalafortuna compositus.