Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Ideen über moralische Erziehung und Moralunterricht
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 2)
- Language
- German
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?58 ■ r , i n" d e r T heo r i e allgemein anerkannt^ und von Set* nem Philosophen je bestritten worden ist. Aber ich halte es nicht für übcrflüßig es hier zu wiederholen und auf die Grundsätze der Pädagogik׳ anzuwenden , weil dasselbe i n ch er A n-w e n d u n g nur zu -oftaus den Äugen ’ gesetzt wird , und nur zu viele es als ein leeres, für das Leben unbrauchbares System ansehen, und gerade,da am wenigsten beachten, wo Aufmerksamkeit darauf am meisten Noth thut : in der Erziehung.'׳ Ein Anderes meine ich nämlich"ist ^es eine lügendliche Maschine, ein Anderes einen' tugendhaften Menscheu bilden , ech Anderes tugendähnliche'Gesinnungen durch leere Vorspiegelungen erschleichen, ein Anderes eine wahrhaft edle Denkungsart durch Wort und Beispiel Hervorbringen. Eben so gewiß als jene nicht hält, und' nicht halten känn, weil bei der geringsten Selbstthätigkeit'des Geistes'das Sophistische' derselben in eben dem Grade deutlicher wird, als aus der Ändern der Reiz zum Laster juriimmt, eben so wahrscheinlich wenigstens wird diese, vdn Gott selbst dem menschlichen Gemüthe so tief eingepflanzt, wenn sie in der Tugend erweckt und genährt wird, züm unvertilgbaren Charakter- Zuge reifen, und Trotz bieten den widerstrebenden äußern Verhältnissen.; Eine moralische. Erziehung ist also nicht bloß eine solche , welche gute Handlungen für den Augenblick entlockt, sondern eine solche, welche moralische Ge sin nungen hervorbringt, und dauernd zu wirken sucht auf das Gemüth, .'; ־< ■׳ ' . ־ ד