Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Gleichnisse
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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*3° — Und welche Aehnlichkeit findest du zwischen der Neligion und des Delb aums Frucht? Also fragte der fromme Zda i. Und der fünfte seiner Jünger begann und sprach: So wie des Delbaums Blätter nie von ihrem herrlichen Grün verlieren, also kann die wahre Religion, ihrer Natur und ihrem Wesen nach, niemals eine Veränderung erdulden, und so wie das aus der Dlive gewonnene Del da, wo man es unverfälscht aus der ersten Hand erhält, von lieblichem Geschmacke ist, also die Religion da, wo sie rein und von Menschensa tzu ngen unvermischt erscheinet — d a erscheint sie lieblich und mild, erheitert den Sinn, erhebet den Geist, und labet das lechzende Gemüth: eine Tochter Elohims! Und so wie des OelbaumS Gezweig zum Zeichen dient des irdischen Friedens und Glücks, also auch die göttliche Religion, als- Symbol und- Bild des himmlischen Friedens und ewig dauernder Wonne angebetet wird» So wie des Baumes Del die gar herrliche Kraft und Eigenschaft besitzet, die Wirkung scharfer, ätzender Gifte in unserm Körper Unwirksam zu machen: also bewahrt die göttliche Religion vor der Sünde Gift, und gleich einem mit Oel gesalbten Heldenschilde hält sie ab die vergifteten Pfeile, die das Geschick auf des Fronu men Brust will werfen; und treffen sie auch — sie verwunden es nicht, .das Herz, in welchem s i e nur thronet.— Auch in einem noch andern Punkte, schloß der Lehrer, finde ich Aehnlichkeit zwischen der Religion und dem Lelbaume. So wie dieser letztere nur dann gute