Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Gleichnisse
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 128 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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י 128 Der Jünger schwieg. Und der Lehrer nahm hass Wort, auch hier, wie bei dem ersten noch eine Gleichnisrede hinzufügench die lautete . wie folgt: So wie bei .einem dunkeln, undurchsichtigen Körper hinter diesem ein Raum sich findet, dahin kein Lichtstral fallt, und den wir Schatten. nennen: also bleibet der:.von Worurtheile.n und Aberglauben umdunkelte Sterbliche unbeleuchtet von des Glaubens, Sonnenlicht, gleich einem Bollwerk sind sie gelagert -vor seinem. Geist und seinem Gemüthe, dem, himmlischen Lichte den Eingang versperrend, Riesenschatten bildend, der sich .immer mehr und mehr ausbreitet, und alles verdunkelt, was ihm sich .nährt. Daher weislich zu rathen sei den Bildnern und Führern der Jugend, die zarten Kindlcin und Knaben fern zu halten vom Kreise derer-, die dawandeln in Nacht und deren Herzen umhüllet sind von des Afterglaubens undurchdringlichem Nebel, die nur verehren den .stummen Buchstaben und das Zeichen; in den Geist nicht dringen, und. das Wesen nicht erkennen; Täuschung gilt ihnen für Wahrheit; Scheintugend für Gottseligkeit; Menfchenformel für Gottes lebendiges Wort. Und nun begann der dritte der Schüler und sprach: So wie das Wasser, also labet auch die Religion das-lechzende Gemüth und erquickt es wonniglich. Und mit-Recht verkündet der fromme Seher: ״Werda dürstet nach dem Worte des -Herrn, der gehe nach Wasser!" (Jesaia. Won dem Talmud also gedeutet.) Ich könnte wohl noch hinzufügen, sprach der Lehrer, daß die Nett-