Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Gleichnisse
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 127 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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mit der Zeit nur müssen beide wirken. Daher ich unverzagt und getröstet bin, wenn auch das Acht der wahren Religion noch nicht alle Geister erleuchtet, noch nicht alle Gemüther erwärmt hat. Allmahlig naher sich der große.Tag, da der Ewige einzig, sein Name einzig sein wird bei allen Völkern des Erdballs. - Je naher ein Körper dem Lichte, fuhr der Jünger fort, desto starker die Erleuchtung/ je weiter entfernt, desto schwächer. — Auch hierin entdecke ich Aehnlichkeit zwischen dem Lichte und der Religion : Die Väter und die Mütter der ersten glücklichen Zeiten des Glaubens und der Liebe, naher denn wir standen sie der Urquelleder göttlichen Religion und von ihr durchglüht, schafftensie Wunderbares, thaten Großes in dem Herrn, litten und kämpften für Gottes heilige Sache, opferten lieber hin das Leben, als des Lebens Seele—den Glauben. Doch wir, entfernt von des Glaubens leuchtender Sonne, sind nicht erwärmt von ihren Flammen, und schier erstarrt sind unsre Herzen; kalt läßt uns das Heilige und Hohe, und den Kindern gleich, strecken wir die Hände aus nur nach dem eitlen Glanz und Schimmer, nicht angezogen von dem, was groß und hehr die Ahnen nannten. Wohl möchte ich sagen, daß des Glaubens Ssnnenstralm in gerader Bahn auf sie fielen, auf uns und unsere Kinder aber schiefen und schrägen Ganges, daher in mildem Sommer sie erblüheten; wir hingegen in eisigem Win- L e r welken und verdorren. — — .