Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Beitrag zur Geschichte der Herkunft des Gelehrten Hartwig Wessely
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 4)
- Language
- German
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97 - : ■ י Schristchen *) auszuheben, um sie durch das Organ dieser Zeitschrift/ allgemeiner bekannt werden zu lassen. י ״Die ziemlich weit verbreitete und von mancher Seite interessante jüdische Familie Wessely stammt aus Polen, wo die Borfahren, welche damals aber noch nicht diesen Geschlechtsnamen führten, zu Bar in Podolim wohnten. Bei dem fürchterlichen Losakenkriege, welcher im vorigen Jahrhunderte Polen verwüstete, ward die Familie fast ganz vertilgt; nur einer, Namens Joseph, rettete sich. Es war im Jahre 164z, als ein Anführer der Kosaken mit blutgieriger Grausamkeit in Podolien einfiel, bei welcher Gelegenheit viele Lausend Einwohner, und so auch Josephs Water und Mutter, Bruder und Schwestern, nebst zweihundert seiner Anverwandten erschlagen, wurden. Der junge Joseph entkam, und irrte ־eine Zeitlang in Lebensgefahr und Elend, in Polen herum; wie er es selbst mit vielen merkwürdigen Begebenheilen, in seiner Lebensbeschreibung erzählt, von welcher die Familie noch das Original besitzt. Er flüchtete über Krakau durch Schlesien nach Deutschland, ging erst in's Paderbornsche, und darauf, zwanzig Jahre alt, nach Amsterdam. Kurz vorher hatten die vom spanischen Joch befreiten , und nun für völlig unabhängig erklärten, vereinigten Niederlande allen Nationen Gewissensfreiheit *) S. Moses Wessely's hinterlassene Schriften. Zum Besten der Wittwe, herausgegeben. Berlin, 1798. Vorrede XIII — XVI. Der Verfasser war ein Brudersohn von unserm Hartwig Wessely. Sein Merkchen enthält elf Aussätze, größtentheils staatswirthschaftlichen Inhalts.