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Sulamith · 1817-01-01 · Heft 1 · p. Seite 96

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Journal
Sulamith
Volume
5 (1817-1820)
Issue
Heft 1
Article
Beitrag zur Geschichte der Herkunft des Gelehrten Hartwig Wessely
Date
1817-01-01
Page
Seite 96 (sequence 3)
Language
German
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y6 1 ׳* im Andenken. Wer. sich indeß dadurch zu dem voreiligen Schluß verleiten ließe, als fei Wessely selbst in dem Ge- E biete des Talmuds nicht rechk einheimisch gewesen, der " js richte seine Augen nur aus die gelehrten Erläuterungen,, p womit derselbe das dritte Buch der Mendelssohnschen s: Pentateüchübcrtragung begleitete, um sich eines Andern } zu belehren. Zeigte Wessely als Grammatiker, Stylist, j Moralphilosoph und Exeget nicht gewöhnliche Eigenschaf- | ten, so cerstheint er als hebräischer Dichter wahrhaft groß. ' | In dem Boden, einer verwilderten Spräche blühet die ■ Blume der Poesie nie gedeihlich. Wessely, der das Wer- ,׳ | dienst hatte, jenen zu entwildern, machte ihn auch für ,f die Kultur ,dieser empfänglicher - und überraschte uns in | seinen eigenen Pflanzungen durch den erfreulichsten Er- | folg. Wessely's Moseide (nnresr, ׳ , (»יריdieses"vortreff- | liehe, epische Gedicht, ist das gelungenste Werk, was die hebräische Poesie seit mehrern Jahrhunderten aufzu- , z Weisen hat, und eine unverwelkliche Zierde in dem Kranze r seines Nachruhms*). Bei so vielen Vorzügen, die den e vortrefflichen Wessely auszeichneten, müssen wir um so | lebhafter, bedauern, keine ausführliche Lebens - und Bil- | dungsgeschichte von demselben zu besitzen. Möchte es doch K einem von seinen noch lebenden Freunden'gefallen, uns! bald damit zu beschenken. Den Lesern der Sulamith | dürste es vielleicht nicht unangenehm sein, einige Umstände aus der Geschichte von Wessely's Herkunft hier zu ersahtett, die ich werth fand, aus einem wenig verbreiteten \ *) Vergleiche Herders Adrastea Bd. Z. S. zoi.

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