Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Juden, und ihre gerechten Ansprüche an die christlichen Staaten
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 86 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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~****ז*• ’ 86 fällen eher an bekannte, rechtliche Juden, als an ihre eigenen Glaubensgenoffen. Woher also diese Erscheinung, wenn sie nicht ein ehrender Charakterzug so vieler braven׳ Juden wäre! —. ״ ׳ Freilich handeln nicht alle Juden so ehrlich , so wen!g, als eö' auch die Christen immer' sind. Sieht der Jude, wen er vor sich hat, und daß man ihn .nur überlisten und bevortheilen will, so glaubt er-nur das Recht der Wiedervergeltung zu üben, indem er den Schaden׳ von sich abwendet, und durch Schlauheit auf die Schul-' tern des Christen zurück schiebt. Laßt uns also..gerecht sein, und ehren wir diese fleißige Biene im großen Wienenkorbe des Staats, die, indem sie mühsam den Honig einsammclt, auch uns Christen dabei nicht leer ausgehen läßt. Nur dort, wo sie in eine - Raubbiene ausarten will, trete der Staat mit Kraft und Nachdruck dazwischen, und Krstöre ihr schändliches Beginnen schon in der Entstehung. Seite 54. Warum'haßt der Christ den Juden? ■ -Wenn wir unpartheiisch der wahren Quelle dieser Erscheinung nachspüren wollen, so werden wir eingestehen müssen, daß dieser ׳Haß wirklich nicht angeboren ist, sondem erst durch unsere Erziehung, unsere Umgebungen, erlangten Ansichten und Begriffe, unsere Wahrnehmung gen und Mittheilungen entstehe. Von der frühesten׳ Jugend an hören , wir stets eine Menge Ereignisse und Erzählungen, worin.die Juden immer eine schlechte Rolle spielen; es ergötzt uns, dergleichen Vorfälle oft, und