Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Juden, und ihre gerechten Ansprüche an die christlichen Staaten
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 83 (sequence 4)
- Language
- German
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—— ' 83 in den verschiedenen Zeitaltern das ganze Volk zu verschlingen drohten.^ י' י Seite gy. Der Jude als Bürger des Staats.' . ׳ j --Seit dem Zeitpunkte, in welchem der ausftrüem srientalischen Vaterlande vertriebene Jude wegen seines mitgebrachtcn Vermögens in den'verschiedenen christlichen Staaten Zutritt und Erlaubniß des Aufenthalts erhielt) und sich ansiedelte, hat ervon seinem morgcnländischen Gepräge nicht bloß in Hinsicht des Aeußern, sondern selbst des Innern sehr viel verloren, ' und sich nach und nach den Gesetzen und Einrichtungen christlicher Staaten) wiewohl diese nicht immer sein Bestes bezwecken, mit Resignation . und׳ Dankbarkeit gefügt. Ueberzeugt, daß tr als Jude , und Fremdling in der Regel immer unterliege, hat er in den' täglichen Berührungen' mit dem Christen sich' eine gelassene )Ertragung so mannigfaltiger Necke- «eien und Unbilden zum Gesetze gemacht, daß, man zweifelhaft ist.: ob man mehr den armen verfolgten Israeliten bedauern:, als vielmehr den aufgeklärt und human ׳fein wollenden Christen bemitleiden soll, der sich gegen einen Mitmenschen , .dessen.einziges Verbrechen in seinen Augen das ist, daß er einer andern Religion angehört, oft diM so harte unbillige Behandlung, erlaubt» Und gewiß hat sich der Jude des Schutzes, den ihm die. christlichen Staaten angedeihen lassen, nur selten unwürdig gemacht. Er ist ein friedlicher ruhiger Bürger, und tadelt und bekrittelt nicht, .wie es viele christliche Einwohner thun, die Verfassungen -und Einrichtungen