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Sulamith · 1817-01-01 · Heft 1 · p. Seite 82

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
5 (1817-1820)
Issue
Heft 1
Article
Die Juden, und ihre gerechten Ansprüche an die christlichen Staaten
Date
1817-01-01
Page
Seite 82 (sequence 3)
Language
German
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Z2 . . ד fte oft zum Deckmantel seiner Leidenschaften.macht. Zwar finden. wir in großen Residenz - und Handelsstädten auch Juden, die durch eine sogenannte halbe Bildung weder Juden noch Christen sind, die sich über die Verpflicht»»- gen ihrer Religion hinwegsetzen, und den Christen nachzuahmen suchen; aber entwickeln wir unparteiisch die Ursache hiervon , so werden wir Unsehen, daß gerade deswegen viele Juden in diesen Abweg verfallen, weil der Christ gewöhnt ist, .mit dem Worte Jude und seinen Gesetzen und Gebrauchen etwas Lächerliches und Beschimpfendes zu . bezeichnen, und der Jude mithin, wenn er mit dem Christen in eine freundschaftliche Verbindung treten will, sich gleichsam genöthiget sieht, seinen mosaischen Grundsätzen und Begriffen, zu entsagen, und sich den Ansichten des Christen zu schmiegen. . Wenden wir dagegen unfern Blick auf die Mehrheit des israelitischen Volkes, besonders auf die geringere Klasse der Juden, so müssen wir. eingestehen, daß diese mit einer wirklich musterhaften Anhänglichkeit ihre Meligionsgesetze verehrt, und sie in jedem Verhältnisse zu erfüllen sucht. Ist es aber vielleicht ein Verbrechen , einer Religion treu zu bleiben, in der wir geboren und erzogen sind! — Wahrlich! nur ein Spötter könnte es tadeln, wenn ein Volk eine Religion liebt, und ihr jedes Opfer bringt, welche seine Vorfahren seit Jahrtausenden beken- Mn, welche seit dieser langen Zeit trotz des . heftigen Druckes von allen Seiten, trotz aller Auswanderungen, Versetzungen und Verschmelzungen ihm immer blieb, und in welcher es stets eine so reiche Quelle des Trostes und der Beruhigung fand, wenn die furchtbaren Auftritte

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