Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte über Nutzen und Schaden einer aufgeklärten Erziehung
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 12)
- Language
- German
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2 ~ יZ folgen mußte, wo man die Ansprüche des menschlichen Verstandes über alle, Gränzen hinaussteigerte, wo .man ihn zum obersten Richter alles religiösen, Glaubens erhob und nichts gelten.lassen wollte, als was von seinem Kibrmal mit dem Zeichen der Wahrheit gestempelt wurde. .Die-Kenntnisse , welche der Sterbliche über den inner» Zusammenhang der Natur gesammelt zu haben wähnte, machten ihn-schwindelnd. Kühn urtheilte er nun ab über das Mögliche und Unmögliche rmd unterwarf die Gesetze der intelligibilen Welt eben iso seinem Urtheile , wie die der Erscheinungswelt. Ach, er Gedachte nicht, wie wenig er im Grunde wußte, wie er-selbst Mt seinem Prinzipe des Mechanismus zur Erklärung der Sinnenwelt , nicht einmal ausreichey konnte.. Doch: er wußte sich zu,helfem Für Fabel und Mährchen wurdenalle-Erscheinungen erklärt, die jenem Mechanismus , dessen Gesetzen einmal Alles folgen sollte, -widersprachen, aber die Folge war ,auch, daß eine Kalte, sich über uns, verbreitete, die alles zu erstarren und mit den eisernen-Ketten, des sogenannte» .Vernunftthums-zu umwinden drohete. Das Gefühl des Göttlichen ward, immer mehr erstickt, - die Himmlische» schienen ihr Antlitz ganz von dem eisumstarrten Bode» wenden zu wollen, und nirgends erwärmte -mehr die Himmelsflamrne der -Religiosität-die kalte», zum Gemeineu herabgesunkenen- Herzen. Da gab es -denn bald Schriftsteller, welche durch-laxe Grundsätze den Mensche» aus seinen Schranken rissen und ihm eine Unabhängigkeit zu ertheilen suchten, die seiner untergeordneten Natur .doch geradezu widersprach. Zudem sie alles dessen spotte- -ten, was nach ,ihrer Meinung in der Religion Aberglaube»