Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Feder und der Degen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 417 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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~״־M~ 417 dich her di« Flur verödest, bas Gefilde mit Leichen fällst und den friedlichen Hütten die jugendlichen Söhne ent« reißest? — Wie ganz anders find meine Werke: rein und fleckenlos ist mein Wesen, ich führe ein stilles, häusliches י Leben, statt du in Wüsten und dunkeln Wäldern umher, schwärmst, In Höhlen und Klüften hausest und mit Mord und Verbrechen dich beladest. Dein Anblick verscheucht die Menschen; der weinige flößt Freude und Vertrauen «in. Dich scheuet man gleich einem schändlichen Insekte, und meidet deinen Umgang wie den eines Verbannten; Räuber nur und Mörder suchen deine Gunst und strafbare Verbrecher sind oft deine Lieblinge. Doch mir darf sich kein Lasterhafter nahen, Gottlose finden keinen Schutz bei mir und wagen es nicht, die Augen zu mir zu erheben. Nur der ist meines Dienstes würdig, der auf den Wegen der Unschuld wandelt. Nur in den Händen der Weisen und Edlen befinde id) mich wohl; mir huldigen dir ersten und Größten der Völker, Regenten machen mich zu ihrer Vertrauten, legen ihre Geheimnisse in meinen Schooß und lassen durch mich ihren Willen und ihr Machtwort verkündigen. An der Seite ihres Thrones errichte ich meinen Sitz in der Mitte des Pallastes; während du nur an der Pforte weilst und der Zutritt zu ihnen dir nicht vergönnt ist. Der Degen. Schweig, Schwätzerin! Deine Prahlrreien verdienen nicht, daß ich sie beantworte. Frage doch die Geschichte der Vorzeit, dir uralten Tage, die vor dir waren; sie werden dich von meinem Werthe belehren, sic werde» dir sagen, daß nur vermittelst meiner Hülfe die Könige ihren Sieg